Das neue Automagazin

ramp ist ein Magazin über Autos. Und über alles was Auto sonst noch bedeutet. Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. Ausdruck von Status und Neid. Spritschlucker, Dreckschleuder und Wirtschaftsfaktor. Alt, neu, groß, klein, aufregend, schnell. Ziel sehnsüchtiger Träume und nächtlicher Brandanschläge. Aufgemotzt, verbeult und immer allgegenwärtig.

Unser Auftrag war es, all das zu visualisieren. Wir haben ramp gestaltet und jetzt – nach 9 Ausgaben und 2 Sonderheften – zeigt SEIDLDESIGN auf dieser Mikrosite die Editorial Design-Highlights der 11 Ausgaben.

Eine gute Gelegenheit also die Ausgaben noch einmal durchzublättern. Wir kümmern uns dabei nicht um die Inhalte. In diesem Fall schauen wir nur aufs Äußere. Und das keinesfalls oberflächlich. Wir gehn ins Detail. Denn wir sind detailversessen und leidenschaftlich interessiert am Gestalten.

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Ramp #1


Die erste Ausgabe von ramp ist aus dem Winter 2007/2008. Das Magazin erscheint vierteljährlich, ist monothematisch konzipiert und gliedert sich in immer jeweils drei Teile. »warm up«, »the race is on« und »show down« haben dem ersten Heft den inhaltlichen Rahmen gegeben. Um den formal visuellen haben wir uns fortan gekümmert.
Insbesondere das Ausreizen der Möglichkeiten die alleine die Schrift bietet. Ihr Rhythmus, die Gewichtung, Tempo, Verdichtung, Größe, die Form, Schriftmischungen – alles was unter dem Begriff der Makrotypografie subsummiert wird und den optischen Gesamtkomplex im Umgang mit Schrift beschreibt. Und dann natürlich die Hinwendung zur mikrotypografischen Ebene, wo es darum geht die Feinheiten der verwendeten Schriften herauszuarbeiten, Akzente zu setzen, kurz – das Lesen angenehm zu machen. Nicht aufdringlich und vordergründig. Hier gelten alleine die tradierten, handwerklich präzisen Maßstäbe.
Das wir zudem Farben mögen und diese auch gerne aber bewusst einsetzen und im Zweifelsfall auch mal lieber klotzen statt kleckern – es geht schließlich um Autos – all das gibt der Idee ein Automagazin zu machen diese Erscheinung. Eine Besondere und Unverwechselbare.

Countdown

Von 10 auf 0
Beim durchklicken darauf achten. Der »Countdown« ist eine Rubrik, die in jeder Ausgabe stattfindet. Formal ist sie folglich auch immer gleich und wiedererkennbar gestaltet. Einzig die Ziffern haben wir als belebendes Element herausgegriffen und ab Ausgabe drei immer wieder neu darüber nachgedacht.

Quotes

»Gesetzt wie gesprochen«
Quotes ist eine Doppelseite mit Zitatsammlungen. Auch diese findet sich in jedem Heft wieder. Hier war es für uns naheliegend die Gestaltung an die phonetische Entsprechung anzulehnen.

Kolumnen

Labels schaffen Identität
Für manche Kolumnen, die regelmäßig erscheinen sollten, ließ sich kein eigenes Layout entwickeln, da Textumfang und Bildmaterial jedesmal differierten. Hier haben wir uns auf ein wiedererkennbares Element beschränkt und damit die Story »gelabelt«.

Details

Leidenschaftlich
Überschriften, Kolumnentitel, Zwischenüberschriften, Bildunterschriften, Rubriktitel, Auszeichnungen, Auswahl von Schrift, Form Farbe... Alles muß man selber machen!

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Es gibt wirklich keine Bilder?
Ein Mann mit einer langweiligen Frisur trägt eine große schwarze Brille. Der Rest ist Text. Wir haben uns die allergrößte mikrotypographische Mühe gegeben das man trotzdem hängenbleibt. Wir fanden den Text gut.

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Den Text liest sowieso keiner
Es gibt tausend Möglichkeiten Akzente zu setzen um Wahrnehmungshierarchien zu schaffen. Hier ist eine davon. 332 km/h · 626 PS · 5,5 Liter V8 Motor… Darauf kommt es an. Wenn man einmal hängenbleibt liest man den Text vielleicht doch.

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Binnenraumgestaltung
Die Überschrift muss unbedingt oben links stehen und der Rest bleibt weiß.

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Detailtypografie
Eine Cobra duelliert sich mit einem Ferrari und Carol Shelby schimpft die Europäer einen Haufen arroganter Wichser wo obendrauf Enzo Ferrari hockt.
Großartig. Diese Geradlinigkeit verlangt unbedingt nach einem Formsatz, nach einer poetischen Liaison zwischen Bild und Text, nach Betonungen, Auszeichnungen und einer blitzsauberen Tabelle.

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Markant
Bei Kurt Molzer kann man manchmal einfach nicht anders. Genauso wacklig und launisch wie seine Texte
ist auch unsere Umsetzung.